Ein Interview mit Flo Börstler von Smash and Flow

1. Wie ist deine sportliche Laufbahn, wann hast du deine Liebe zum Sport entdeckt?
Ich bin recht jung in den Sport reingerutscht. Mit 9 Jahren habe ich angefangen Basketball zu spielen. Die ersten zwei Jahre habe ich mich da laut meinen Eltern ziemlich „bescheiden“ angestellt. Aber dann hat es wohl irgendwie Klick gemacht und ich habe riesige Sprünge gemacht und bereits mit 14 angefangen im Herrenbereich mitzuspielen, und dann ging es sehr schnell bergauf. Leider hatte ich schon mit jungen Jahren mit vielen chronischen Beschwerden zu tun, welche mit dem heutigen Trainingswissen gut in Griff zu bekommen gewesen wären. Vor zwei Jahren habe ich dann beschlossen meine Basketballschuhe an den Nagel zu hängen, und als Trainer durchzustarten. Selbst bin ich begeisterter Multisportler. Ich probiere gerne neue Sportarten aus und fuchs mich da rein, und versuch herausfinden worum es in der Sportart geht. So habe ich die letzten Jahre neben Boxen/Kickboxen/Thaiboxen, Leichtathletik und vor allem auch Surfen für mich entdeckt.

2. Erzähl uns etwas über dein Trainingskonzept, für wen ist es geeignet, durch was zeichnet es sich aus?
Ziel ist es die Ganzheitlichkeit eines Menschen in den Vordergrund zu rücken. Ich habe viele meiner Ansätze aus dem funktionellen Bereich, bin aber auch der festen Überzeugung, dass Körper und Geist viele verschiedene und abwechslungsreiche Themen brauchen, um zu wachsen. Sei es Bewegungstraining nach verschiedenen Ansätzen, funktionelles Training, Kraft und Power, Koordination und Balance oder auch mal Boxen, und auch mal ganz andere Ansätze wie Atem- und Meditationsübungen. Ich versuche eine Brücke zwischen all den verschiedenen Ansätzen, seien es Ernährungstipps, Biohacking, trainingswissenschaftliche Aspekte und weitere Erkenntnisse, zu bilden und verständlich zugänglich für meine Trainierenden zu machen. Vom kompletten Anfänger bis hin zum Leistungssportler und Sportenthusiasten ist das Training für jeden geeignet. Der Ablauf kann individuell angepasst werden, sodass jeder an seinen Themen arbeiten kann und entsprechend gefördert wird. Aktuell habe ich mich mit zwei fantastischen Kollegen, Tom Schuster und Jezabel Ohanian zusammengetan. Wir bauen zusammen das Konzept immer weiter aus und feilen an neuen Ideen. Inzwischen haben wir ein gutes Netzwerk, um von gesundheitlicher Betreuung, Leistungsdiagnostik, mentalem Coaching bis hin zu Ernährung und Biohacking Coaching ein wirkliches rundum Paket schnüren zu können.

3. Welche Erfolge konnten deine Mitglieder schon verzeichnen?
Die Frage find ich schwierig, da jede Zielsetzung sehr individuell ist. Angefangen bei einer Footballmannschaft, die vor der Vorbereitung bei mir im Training war, und jetzt in die Saisonvorbereitung übergeht, über Trainierende mit individuellen Gewichtszielen, Was mir persönlich am Herzen liegt ist, dass alle gerne zum Sport kommen, das Training für sich als wichtigen Teil zum Abschalten aus ihrem Alltag ansehen, Spaß beim Training haben und vor allem richtig zusammenwachsen untereinander. Der Erfolg kommt dann meist von ganz allein.

4. Was motiviert dich jeden Tag aufs Neue sportlich aktiv zu werden? Hast du Tipps für unsere Leser/Innen, wie sie am Ball bleiben können?
Das was ich auch versuche meinen Trainierenden mitzugeben: habt Spaß bei dem was ihr macht, motiviert euch gegenseitig in der Gruppe und seid füreinander da. Ich versuche eine Art familiäre Atmosphäre bei meinen Gruppen zu schaffen. Um am Ball zu bleiben ist es wichtig, dass man sich ein klares Ziel setzt. Kleines Beispiel: Ihr wollt bis zum Sommer die Zahl x abnehmen, besser schlafen und einen Ansatz von Muskellinien bekommen. Das heißt ihr habt noch x Wochen Zeit, und müsst dafür an Ernährung, Training und täglichen Angewohnheiten an euch arbeiten. Dann brecht ihr das runter in einzelne Schritte. Es ist wichtig, die ersten 3 Wochen am Ball zu bleiben und eine Motivation zu finden, die euch wirklich antreibt. Also überlegt euch gut warum ihr dieses Ziel erreichen wollt. Wenn der Grund euch nicht wirklich antreibt, werdet ihr es nicht durchziehen. Schämt euch außerdem nicht, professionelle Hilfe dafür zu suchen. Ein Trainier kann den Einstieg ungemein erleichtern und gerade in der oftmals schwierigen Anfangszeit mit Rat und Tat zur Seite stehen.